Winter 2019

Im Schnee spielen fällt flach, oder?

Erinnert ihr euch noch an richtige Winter? So mit Schnee und Temperaturen unterhalb von -5°C? Zumindest hier, südwestlich vom Main, im wunderschönen Saarland, gab es in den letzten Jahren Schnee nur in dreckiger Matschform und meine Winterjacke verbrachte auch die meiste Zeit im Schrank.

Das war vor 20 Jahren noch anders. Damals lag gerne mal über mehrere Wochen hinweg ein halber Meter Schnee vor der Haustür und es war so kalt, dass mein Bart vom Kondenswasser des Atems gefror. Klimawandel? Schwer zu sagen, möglicherweise. Vielleicht auch einfach nur eine Wärmeperiode, bedingt durch den unregelmäßigen Jet-Stream, der nicht mehr konstant seine West-Ost Richtung beibehält, sondern zuweilen seine Richtung ändert und dadurch warme Luft aus dem Süden zu uns hoch pumpt.

Virtuelles Schneevergnügen

Wir sind hier aber kein Meteorologie-Blog und ich habe auch kein ausreichendes Fachwissen, um das Warum erklären zu können. Kann uns Gamern aber auch egal sein, denn wenn wir mit Schnee spielen wollen, haben wir zum Glück Alternativen – und dabei müssen wir nicht einmal frieren. Das geht ganz gemütlich im Warmen, zu Hause auf dem Sofa, oder vor dem PC.

Sony "schenkt" den PS Plus Usern im Januar beispielsweise Steep. Einfach mal gefahrlos die Alpen auf dem Snowboard runter sausen, von einer Schanze abheben und per Gleitschirm durch die klirrende Kälte fliegen. Das könnte tatsächlich eine Menge Spaß machen. Ich hab es selbst noch nicht versucht, aber da es ja quasi kostenlos ist, gebe ich dem virtuellen Wintersport eine Chance.

Schnee Schießereien

Sport ist nicht so euer Ding? Kein Problem. Am 22. Februar erscheint mit Metro: Exodus ein (hoffentlich) exzellenter Schnee-Shooter. In der Rolle von Artyom dürft ihr hier endlich raus aus den Metro-Schächten und per Bahn das postapokalyptische Russland bereisen. Und zwischendurch in meterhohem Schnee Jagd auf mutierte Viecher machen.

Natürlich bieten auch bereits erschienene Spiele Winter-Events. Nicht ganz so eindrucksvoll wie die russische Tundra, aber dennoch ganz nett, sind die Schnee-Varianten diverser Multiplayer-Maps in Call of Duty: Black Ops IIII. Nuketown mutet geradezu romantisch an, mit seinen schneebedeckten Dächern. Spielerisch hat das allerdings keine Auswirkungen. Sieht halt cool aus.

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Winston macht einen auf Yeti im Winter Wonderland Event bei Overwatch.

Etwas mehr Mühe haben sich die Damen und Herren von Activision-Blizzard gemacht und ihrem Event für Overwatch sogar einen Namen gegeben. Winter Wonderland nennt sich die Veranstaltung und wartet neben den obligatorischen Schnee-Maps auch mit diversen Schnee-Modi auf. In Yeti Hunter kämpfen 5 Mei's gegen einen Yeti (der im Grunde ein Winston ist) und Mei's Snowball Offensive stattet die Heldin mit einem endothermischen Blaster aus. Schneebälle verschießen klingt jedenfalls sehr geil.

Habt ihr darauf auch keinen Bock, böte sich noch The Division an. In Vorbereitung auf den Nachfolger The Division 2, der am 22. März erscheint und nichts mehr mit Schnee am Hut hat, könntet ihr nochmal durch das winterlich-apokalyptisch-verseuchte New York stapfen. Das macht sogar noch mehr Spaß als zum Release, da die Entwickler das Spiel kontinuierlich verbessert haben. Ich werde das vermutlich sogar tun, da ich mich riesig auf The Division 2 freue.

Keine Lust auf Schnee?

Es soll ja Menschen geben, die der aktuellen, klimatischen Situation auch was abgewinnen können. Vier Monate November-Wetter und danach ohne Umschweife 6 Monate Sommer. Hauptsache kein Schnee!

Wie gut also, dass mit Tropico 6 Ende Januar die Flucht in wärmere Gefilde ermöglicht wird. Ich zocke die Beta des Diktatoren-Simulators jetzt schon und wenn nichts dazwischen kommt, gibt es pünktlich zum Release auch einen Test hier auf Player's Central.

Früher war alles besser! Wer so denkt, der freut sich vermutlich auch auf Anno 1800. Alle anderen aber vermutlich auch, denn nach den eher mäßigen Vorgängern Anno 2250 und Anno 2070 ist es mal wieder Zeit für ein Setting in der Vergangenheit. Am 26. Februar können wir uns dann alle selbst davon überzeugen, wie gut der neue Teil im Zeitalter der Industrialisierung funktioniert.

Ein paar Tage vorher, am 22. Februar, erwartet uns mit Anthem endlich ein neues Spiel von Bioware. Die in letzter Zeit etwas glücklose Spieleschmiede will uns mit ihrem MMO-Shooter überzeugen und an erfolgreichere Tage anknüpfen. Wie es werden wird, steht noch in den Sternen, aber es macht bislang zumindest einen interessanten Eindruck.

Ebenfalls ganz ohne Schnee kommt das Remake von Resident Evil 2 aus. Am 25. Januar dürft ihr euch den generalüberholten Klassiker (wieder) zu Gemüte führen. Für mich wird es eine Premiere, da ich den Teil noch gar nicht kenne.

Lieber in die Röhre gucken?

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Egal, ob als Sasha in The Walking Dead, oder als Michael Burnham in Star Trek: Discovery. Sonequa Martin-Green ist eine Wucht!

Das Universum hat eigentlich keine Temperatur, da es sich um einen luftleeren Raum handelt. Im schlimmsten Fall jedoch sind Objekte im Weltall 0 Kelvin, oder -273,15°C kalt. Klarer Fall von zu viel Winter. Darum muss sich die Besatzung der Discovery jedoch keine Sorgen machen, das Schiff ist mit einer erstklassigen Klimaanlage ausgestattet. Die Serie Star Trek: Discovery wird, nach etwas über einem Jahr Pause, im Januar auf Netflix fortgesetzt. Endlich!

Außerdem läuft Guardians Of The Galaxy vol. 2 ab Ende Januar auf Netflix. Ich habe den Film selbst noch nicht gesehen, aber bin total gespannt und freue mich tierisch drauf.

Wenn ihr lieber auf dem Boden irdischer Tatsachen verweilen wollt und außerdem auf fremdschäm-peinliche Comedy steht, dann ist vielleicht die 9. Staffel von Pastewka etwas für euch. Ich jedenfalls mag den Typen und seinen herrlich verkorksten Humor und freue mich auf die neue Staffel im Januar auf Amazon Prime Video.

Es dauert zwar noch viel zu lange, aber spätestens im Sommer kommt der Winter doch noch! Hoffentlich nicht wirklich in unseren Breitengraden, aber in der finalen Staffel von Game Of Thrones spielt die eiskalte Jahreszeit eine wichtige Rolle. Der Winter in Westeros dauert mehrere Jahre und dazu bewegt sich auch noch eine Armee Untoter gen Süden. Die verbliebenen Protagonisten kämpfen derweil um den eisernen Thron und so verspricht das letzte Kapitel richtig spannend zu werden.

Heiße Hardware

Auf der Consumer Electronics Show (CES) im Januar wollen AMD und Nvidia einige neue Produkte vorstellen, die hoffentlich nicht zu heiß werden. Gerade AMD's Grafikkarten sollten in Zukunft lieber ein paar Grad kühler agieren und dabei auch gerne etwas weniger Strom verschwenden. Das Klima wird es danken.

Gerüchten zufolge will AMD auf der Messe ihre neue Grafikkarten-Generation ankündigen und diese soll tatsächlich um einiges cooler daherkommen und gleichzeitig deutlich mehr Leistung bieten. Außerdem wartet die hungrige und verschwitzte Meute sehnlichst auf handfeste Informationen zu den neuen Ryzen-CPU's. Dank diverser "Leaks" sind die Erwartungen an die neuen Rechenknechte sehr hoch – hoffen wir mal, dass AMD nicht enttäuscht.

Nvidia hingegen hat ihre RTX 2060 ja bereits angekündigt, aber es kursieren immer noch hartnäckige Gerüchte um eine weitere Linie, ohne Raytracing-Kerne. Im Gespräch ist so etwas wie eine GTX 1170, die auf den modernen Schnickschnack verzichtet und dafür konventionelle Leistung bieten soll. Man darf gespannt sein.

Kalt ist es zur Zeit ja noch nicht, aber Zocken und Serien/Filme gucken macht doch eigentlich bei so ziemlich jedem Wetter Spaß. Worauf freut ihr euch im Winter 2019?

Über den Author: Timo "Dukuu" Schweda
Dukuu liebt Videospiele und schreibt auch gerne darüber. Auch hängt er gerne mal die krumme Nase in die Kamera und labert dummes Zeug über Videospiele. In seiner Freizeit sollte er lieber mal mehr Sport machen und weniger zocken, damit die fette Wampe ein wenig kleiner wird. Wobei... wen interessiert's?

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