BenQ Screenbar E-Reading-LED-Schreibtischlampe

Ausgezeichnete Beleuchtung

"Junge, du verdirbst dir doch die Augen!" – Ein Satz den ich in meiner Jugend öfter zu hören bekam, wenn ich mal wieder in völliger Dunkelheit vor meinem Amiga 500 saß und völlig in ein Spiel abgetaucht bin. Die Augen habe ich mir damals zwar nicht verdorben, aber dennoch schätze ich heutzutage eine vernünftige Beleuchtung meines Arbeits- und Spielplatzes.

Es ist allerdings gar nicht mal so einfach, eine angenehme Lichtsituation am PC zu schaffen. Im Büro empfinde ich die Decken-Neonleuchten als zu grell und das Lichtspektrum ist ebenfalls sehr unangenehm. Die klassische Schreibtischlampe ist zwar schon besser, muss aber so positioniert werden, dass sie zwar die Tastatur beleuchtet, aber nach Möglichkeit keine störenden Reflexionen am Monitor verursacht.

BenQ hat jetzt mit ihrer Screenbar ein neues Konzept zur Arbeitsflächenbeleuchtung entwickelt, und mir für diesen Test gratis zur Verfügung gestellt. Ich habe das Gerät seit einigen Wochen im Einsatz und ausgiebig für euch getestet. Dies ist keine Werbung und auch keine bezahlte Review. Der Artikel spiegelt meine persönliche Meinung zum Produkt wider.

Lieferumfang & Montage

Die etwa 53cm lange Screenbar kommt in einer schlichten Verpackung daher, die aber voll und ganz ihre Funktion erfüllt. Die Lampe ist darin sicher verpackt und vor Transportschäden gut geschützt. Weiterhin befindet sich noch ein Clip zur Befestigung am Monitor, sowie ein ca. 1m langes USB-A-Kabel im Lieferumfang. Bemerkenswert ist hierbei das relativ hohe Gewicht des Clips, was dafür sorgt, dass die Leuchte wirklich sehr sicher am oberen Monitorrand befestigt werden kann.

Der Aufbau und die Inbetriebnahme gestaltet sich denkbar einfach. Clip mit der Leuchte verbinden, am Monitorrahmen einhängen und für die Stromversorgung das mitgelieferte USB-Kabel mit einem freien Port am PC, oder am Monitor verbinden. Die allermeisten modernen Monitore haben mindestens einen USB-Port und in dem Fall gibt es auch keine Probleme. Solltet ihr jedoch ein älteres Modell ohne USB-Buchse besitzen, bleibt euch nichts anderes übrig, als die Lampe mit dem PC zu verbinden. Steht dieser weiter weg, also nicht auf, sondern unter dem Tisch, braucht ihr zusätzlich ein Verlängerungskabel. Zur Stromversorgung gibt es ansonsten auch keine alternative Möglichkeit.

Erster Eindruck

Auspacken, Zusammenstecken, Befestigen, Knöpfchen drücken – und es werde Licht. Das geht alles ganz einfach, aber ich musste schon erstmal den richtigen Winkel finden, damit die Lampe nicht meinen Monitor anstrahlt, sondern meinen Schreibtisch. Und tatsächlich, in einem ansonsten komplett abgedunkelten Raum, sieht man sehr deutlich, dass die Fläche vor dem Monitor gut ausgeleuchtet wird, aber der Bildschirm selbst davon nahezu unbeeinflusst ist.

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Die Arbeitsfläche wird gut ausgeleuchtet und es gibt keine störenden Reflexionen auf meinem zweiten Monitor.

Ich habe noch einen zweiten Monitor, der in einem Winkel von etwa 30° zu meinem Hauptmonitor steht, und auch hier sind keine störenden Reflexionen auszumachen. Diesbezüglich hatte ich im Vorfeld Bedenken, aber die haben sich schnell zerstreut. Ich frage mich allerdings, wie gut das System bei Curved-Monitoren funktioniert. Leider habe ich kein solches Modell und konnte das somit nicht selbst ausprobieren.

Funktionalität & Langzeittest

Insgesamt befinden sich vier Funktionstasten an der Lichtleiste. Neben dem offensichtlichen An-/Aus-Schalter ist auch die Helligkeit in sanften Abstufungen einstellbar, sowie auch die Farbtemperatur von einem sehr kalten Blau bis zu einem sehr warmen Gelb regelbar. Letzteres erinnerte mich gleich an das Licht von Natriumdampflampen, die ich früher für biologische Experimente gebraucht hatte. Zusätzlich ist auch noch ein Lichtsensor verbaut, der die Helligkeit der Lampe in Abhängigkeit von der Umgebungsbeleuchtung anpassen kann. Wer das nicht möchte, kann die Funktion aber auch abschalten.

Ich habe in den vergangenen Wochen viel mit den verschiedenen Farbtemperaturen und Helligkeitseinstellungen gespielt, und bin dabei für mich zu dem Schluss gekommen, die automatische Anpassung der Helligkeit nicht zu nutzen. Das funktioniert zwar grundsätzlich sehr gut, aber die Lampe kann einfach nicht wissen, wie ich gerade meine Beleuchtung haben will. Macht aber nichts, man kann es ja auch manuell regeln.

Sehr schön finde ich mittlerweile die Möglichkeit, verschiedene Farbtemperaturen einzustellen; je nachdem was ich gerade mache. Beim Zocken beispielsweise empfinde ich ein sanftes, nicht zu grelles Gelb als sehr angenehm. Dadurch bleibt der Bildschirm relativ im Dunkeln und meine Tastatur ist trotzdem ausreichend beleuchtet.

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Alles gut erkennbar auf meiner Tastatur (Apple Magic Keyboard 2)

Beim Arbeiten wiederum mag ich eher einen höheren Blauanteil. Angeblich soll das ja auch die Konzentration steigern, aber ganz ehrlich gesagt, konnte ich diesbezüglich keinen Unterschied feststellen. Ob ich jetzt bei blauem oder gelbem Licht arbeite, sorgt subjektiv nicht für höhere Leistungsfähigkeit.

Ein wenig Kritik

Insgesamt macht die Screenbar einen echt guten Job, aber ein wenig Kritik kann ich mir dennoch nicht verkneifen. So finde ich es etwa schade, dass das beiliegende USB-Kabel etwas kurz geraten ist. Falls ihr also keinen USB-Anschluss an eurem Monitor habt, braucht ihr eine zusätzliche Verlängerung.

"Alexa, mach die Lampe aus!" – funktioniert leider nicht. Da ich mittlerweile alle Lampen in meiner Wohnung per Sprachsteuerung bediene, würde ich mir eine Anbindung an Alexa (oder auch Siri) wünschen. Klar, das würde den ohnehin schon recht hohen Preis weiter erhöhen, aber ganz ehrlich, mir persönlich wäre es das wert.

Wo wir gerade beim Preis sind. 100€ sind natürlich eine ganze Stange Geld für so etwas vermeintlich simples, wie eine Schreibtischlampe. Allerdings bekommt ihr dafür auch eine gut verarbeitete Beleuchtungslösung, die fast keine Wünsche mehr offen lässt. Durch die LED-Technologie ist die Leuchte auch energieeffizient und langlebig.

Fazit

Die Möglichkeit verschiedene Lichtstimmungen für unterschiedliche Aufgaben einzustellen, stellt für mich das klare Highlight der ScreenBar von BenQ dar. Außerdem beleuchtet sie auch nur den Bereich, den ich ausgeleuchtet haben will, und drumherum herrscht auf Wunsch Dunkelheit.

Damit wäre vermutlich auch meine Großmutter damals einverstanden gewesen, und für mich taugt die Screenbar bestens zum Arbeiten und Zocken. Weitere Informationen zum Produkt findet ihr über die Links unter dem Artikel.

Links:

Amazon.de Produktseite: https://www.amazon.de/dp/B0785D93KD

offizielle BenQ.de Website: https://www.benq.eu/de-de/lighting/screenbar-lamp/screenbar.html

BenQ ScreenBar Video: https://www.youtube.com/watch?v=hIhEd2GD-Eg

Fazit: BenQ Screenbar E-Reading-LED-Schreibtischlampe
90/100
90/100

Die kleineren Kritikpunkte, die ich im Test erwähnte, sind im Grunde Jammern auf hohem Niveau. Für mich macht die Leuchte eine ausgezeichneten Job und ich möchte sie wirklich nicht mehr missen wollen. Falls ihr das nötige Kleingeld für eine sehr gute Schreibtischleuchte über habt, kann ich die ScreenBar E-Reading Lampe von BenQ wärmstens empfehlen.

Eure Meinung ist gefragt